DER DFB

SPOBIS: DFB liefert zahlreiche Einblicke zum Fußball

06.02.2025
Andreas Rettig: "Sport kommt in der Schule häufig zu kurz" Foto: Thomas Böcker/DFB

In den beiden vergangenen Tagen fand in Hamburg die SPOBIS Conference statt – mit rund 4000 Besucher*innen, über 200 Redner*innen und 1500 Unternehmen. Auf dem größten europäischen Sportbusiness-Event war auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Themen aus dem Spitzen- sowie dem Amateurfußball prominent vertreten. DFB.de gibt einen Überblick.

Den ersten Konferenztag eröffnete Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport der DFB GmbH & Co. KG, in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus verschiedenen DFB-Fachabteilungen mit einer "Masterclass" zum Thema "Deutschland bewegen: Doppelpass zwischen Fußball und Schulen". Neben den positiven Effekten von regelmäßiger körperlicher Betätigung für die allgemeine Gesundheit spiele der Sport für Kinder und Jugendliche auch in Sachen Integration und Teilhabe eine zentrale Rolle, so Rettig. "Gerade in der digitalisierten Welt, in der Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, finden sie bei der Gestaltung ihrer Freizeit eine Multioptionalität vor, die es in meiner Generation so nicht gab. Daher kommt der Sport häufig zu kurz, kann aber vor allem im Kontext Schule ein Gemeinschaftsgefühl schaffen, das wir so nicht mehr allzu häufig vorfinden."

Zentrale Forderung: Offensive für den Schulsport

Dem DFB geht es dabei nicht nur um die Förderung des Fußballs in Schulen und Kindergärten, sondern vorrangig um das Fördern von Bewegung im Allgemeinen – als Volkssport kann der Fußball hier jedoch eine treibende Kraft sein. Daher bietet der DFB bereits seit vielen Jahren zahlreiche Angebote für Schulen und Kindergärten rund um den Fußball und greift diesen Themenkomplex im "Jahr der Schule" im Jahresverlauf mit vielen verschiedenen Aktionen auf.

Der Schulfußball ist auch in den zehn zentralen Forderungen des DFB zur Bundestagswahl 2025 verankert. Gerade im Kontext Schule müsse die Stimme des Sports noch lauter werden, so Rettig – und ergänzte auf der SPOBIS: "Der nachhaltige Erfolg unseres Engagements hängt immer von den Menschen in den Schulen und Kitas ab. Gerade dort ist es umso wichtiger, dass wir Lehrkräfte vor Ort haben, die Vorbilder und Gesichter in den Bildungseinrichtungen sind."

Blask: "Sichtbarkeit des Frauenfußballs weiter ausbauen"

In einem weiteren Panel des DFB auf der SPOBIS gab Dr. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG, Einblicke zum Festakt in Leipzig im Rahmen des 125-jährigen Jubiläum des DFB. Mit Hinblick auf das DFB-Jubiläum richtet sich der Blick aber vor allem nach vorne: Auf der neuen Seite www.dfb.de/fussballliebe ist auch der Input der Fans gefragt – denn hier werden Themen zur Liebe zum Fußball gesammelt, um ihn besser zu machen und die Zukunft des Fußballs aktiv mitzugestalten.

Dabei geht es auch darum, die Wachstumspotenziale des Fußballs zu nutzen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg stellt die derzeit laufende Ausschreibung der audiovisuellen Verwertungsrechte im DFB-Pokal der Männer und Frauen ab der Saison 2026/2027 dar. Die Rechte an beiden Wettbewerben werden zeitgleich, aber unabhängig voneinander vergeben. "Die erstmalig separate Ausschreibung der Medienrechte für den DFB-Pokal der Frauen ab der Saison 2026/2027 unterstreicht das gestiegene Interesse an diesem herausragenden Wettbewerb über die vergangenen Jahre", so Blask. "Sie schafft die Grundlage, die Sichtbarkeit des Frauenfußballs weiter auszubauen."

Die Dynamik des Frauenfußballs wolle man als DFB auch im Rahmen der Bewerbung für die Ausrichtung der Frauen-Europameisterschaft 2029 nutzen und die WEURO mit der Bewerbung "auf ein neues Level heben".

Fitschen: "Wir wollen 2029 eine Inspiration sein"

Gemeinsam mit Partner Volkswagen gab der DFB auf der SPOBIS auch erste Einblicke in die Bewerbung für die WEURO 2029. "Wir wollen 2029 eine Inspiration sein und dem Frauen- und Mädchenfußball national und international einen weiteren nachhaltigen Schub geben", sagt Doris Fitschen, Gesamtkoordinatorin Frauen im Fußball beim DFB. Dafür hat der DFB unter anderem ein Legacy-Programm entwickelt, das eng mit den Landesverbänden umgesetzt wird.

Welche nachhaltigen Chancen ein solches Heimturnier auch für den Mädchen- und Frauenfußball mit sich bringt, haben Fitschen und Nationalspielerin Janina Minge anschließend im Gespräch mit den Gastgeber*innen des anstehenden Turniers in der Schweiz deutlich gemacht. "Die EURO in der Schweiz wird sicherlich ein tolles Turnier und ich werde alles dafür tun, dabei zu sein", sagt die 25-Jährige.

Die Zukunft der Google Pixel Frauen-Bundesliga

Der Frauensport sowie insbesondere der Frauenfußball war in zahlreichen Vorträgen ein zentrales Thema auf der SPOBIS. In diesem Rahmen sprach auch Florian Wittmann, Direktor Strategie & Entwicklung im DFB, mit Bianca Rech, Direktorin FC Bayern München Frauen, und Anne-Kathrin Huebel, Senior Director Marketing DACH Google, in einer gemeinsamen Talkrunde.

Die Zahlen im kürzlich veröffentlichten Saisonreport der Liga sprechen für sich: Das Interesse am Frauenfußball in Deutschland wächst weiter und es ist Zeit für den nächsten Schritt. Diesen, so die drei Redner*innen auf der SPOBIS, wolle man gemeinsam, mutig und mit vollem Commitment gehen. Darauf hatten sich die Vertreter*innen der Bundesliga-Klubs und des DFB am Montag in einem gemeinsamen Fahrplan im Prozess zur Weiterentwicklung der Google Pixel Frauen-Bundesliga verständigt.

125 Jahre DFB - 125 Jahre Fußballliebe

In Leipzig, genauer gesagt im "Restaurant zum Mariengarten", wurde am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußball-Bund gegründet. Seinerzeit gehörten dem Verband überschaubare 90 Vereine an, aber das änderte sich rasch. Heute gibt es mehr als 24.000 Klubs mit mehr als 7,7 Millionen Mitgliedern. Dazwischen hat der DFB eine bewegte und bewegende Geschichte hingelegt, mit vielen Titeln, Tränen und Triumphen. 125 Jahre DFB bedeuten auch 125 Jahre Fußballliebe - für uns Anlass genug, auf dfb.de/fussballliebe zu sagen: "Ti amo, Fußball!" Auf dieser DFB.de-Subsite wollen wir auch mit den Fans und Fußballinteressierten in den Austausch kommen. Hier sammeln wir eure Themen - und machen sie zu unseren Themen.

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Autor: hr