3. Liga

Verbandspokale: Noch elf Drittligisten im Rennen um DFB-Pokal

24.03.2025
Das Finale noch im Blick, aber die kommende DFB-Pokalteilnahme auch: Arminia Bielefeld Foto: Getty Images

Als aktueller Halbfinalist (Dienstag, 1. April, ab 20.45 Uhr), im Duell gegen Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen, sorgt mit Arminia Bielefeld ein Verein aus der 3. Liga in dieser Saison im DFB-Pokal für Furore. Aber auch die Chancen auf die erneute Teilnahme der Ostwestfalen stehen gut. Insgesamt zehn Drittligisten waren während der Länderspielpause im Landespokal im Einsatz. DFB.de mit einer Übersicht.

Die Arminia von Trainer Mitch Kniat ist aktuell nur noch einen Schritt von der Titelverteidigung im Westfalenpokal und damit der sicheren erneuten Qualifikation für den DFB-Pokal entfernt. Die Ostwestfalen stehen nach dem 1:0 beim Oberligisten Sportfreunde Siegen bereits erneut als Endspielteilnehmer und somit als Teilnehmer am "Finaltag der Amateure" (Samstag, 24. Mai) fest. In der Schlussphase gelang dem eingewechselten Merveille Biankadi (85.) 7.838 Zuschauer*innen der entscheidende Treffer.

"Wir haben es uns genauso schwer vorgestellt", erklärt Matchwinner Biankadi. "Das war bisher in allen Runden nicht immer ganz einfach für uns. Mit Ball haben wir es nicht optimal gemacht. Es war dann wichtig, die Null zu halten. Vorne bekommen wir immer mal wieder eine gute Gelegenheit. Das wussten wir. Es sieht dann nicht immer alles schön aus. Aber am Ende zählt, dass wir weitergekommen sind." Der Gegner der Arminia im Endspiel um den Westfalenpokal wird erst am Mittwoch, 16. April, ab 19 Uhr zwischen den beiden West-Regionalligisten SV Rödinghausen und Sportfreunde Lotte ermittelt.

Auch Saarbrücken mit zwei Chancen

Eine Woche vor dem Finaltag wird - nach dem 38. und letzten Spieltag der 3. Liga – bereits feststehen, ob Arminia Bielefeld für die erneute DFB-Pokalqualifikation auf den Titelgewinn im Westfalenpokal angewiesen sein wird. Sollte der ehemalige Bundesligist - wie es auch derzeit der Fall ist - am Saisonende ebenfalls einen der ersten vier Tabellenplätze belegen, hätte der Traditionsklub die Teilnahme bereits über die Liga sicher.

Gleiches gilt für den Tabellendritten 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer erreichten durch das 3:2 beim SV Merchweiler das Halbfinale im Verbandspokal. Trotz der Zwei-Tore-Führung durch die Treffer von Simon Stehle (13.) und Lukas Feiertag (26.) wurde es für den Favoriten noch einmal spannend. Der Sechstligist kam bereits kurz nach der Halbzeitpause zum Ausgleich. Ein Eigentor der Gastgeber (57.) machte schließlich das Weiterkommen der Saarbrücker perfekt.

Cottbus und Ingolstadt ausgeschieden

Ebenso wie für Spitzenreiter Dynamo Dresden, der in Sachsen bereits in der dritten Runde am Nordost-Regionalligisten Chemnitzer FC gescheitert war (1:3 nach Verlängerung), bleibt auch für den FC Energie Cottbus, der in der 3. Liga als Aufsteiger Platz zwei belegt, seit dieser Länderspielpause nur noch der Weg über die Ligaplatzierung in den DFB-Pokal. Die Lausitzer hatten im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs von Brandenburg im Elfmeterschießen bei Oberliga-Tabellenführer RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf sensationell 1:3 das Nachsehen. Mit acht sowie sieben Punkten Vorsprung auf Rang fünf ist das Polster von Dresden und Cottbus noch ein wenig komfortabler als bei Saarbrücken (fünf Zähler) und Bielefeld (vier).

Diesen fünften Tabellenplatz belegt derzeit der FC Ingolstadt 04, der nun ebenfalls nicht mehr in seinem Verbandspokal vertreten ist. Das Team von Trainerin Sabrina Wittmann scheiterte in Bayern im Halbfinale am Regionalligisten FV Illertissen (0:1). "Insgesamt fiel das Gegentor zu einem bitteren Zeitpunkt, weil wir stets versucht haben, spielerische Lösungen in der Offensive zu finden", meinte Ingolstadts Mittelfeldspieler Yannick Deichmann. "Nach der Führung hat Illertissen sehr defensiv agiert, wodurch es für uns schwierig wurde, im Angriff Akzente zu setzen."

Sandhausen gelingt deutlichster Erfolg

Mit der SpVgg Unterhaching steht im Gegensatz zum FCI ein anderer Drittligist im Endspiel des Pokalwettbewerbs in Bayern und wird dort ebenfalls in Illertissen antreten. Das Schlusslicht der 3. Liga behauptete sich im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer und Ex-Nationalspieler Heiko Herrlich beim Viertligisten FC Eintracht Bamberg 3:1. Unter der Leitung von Co-Trainer Sven Bender sorgten Manuel Stiefler (90.+1) und Johannes Geis (90.+2) erst in der Nachspielzeit mit ihren Treffern für die späte Entscheidung.

Ebenfalls das Finale erreichten zwei weitere Drittligisten. Im Fußballverband Niederrhein drehte Titelverteidiger Rot-Weiss Essen bei West-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen vor 14.000 Fans im ausverkauften Stadion Niederrhein einen zwischenzeitlichen Rückstand noch in ein 2:1 und wird nun am Finaltag auf den souveränen Regionalliga West-Spitzenreiter MSV Duisburg treffen. In Baden sorgte der SV Sandhausen beim Landesligisten VfR Gommersdorf (6:1) für den deutlichsten Sieg aller Drittligaklubs, die während dieser Länderspielpause im Einsatz waren. Sandhausens Endspielgegner ist der Verbandsligist GU-Türkischer SV Pforzheim.

Aachen und Köln später im Einsatz

Noch zwei Siege von der DFB-Pokalteilnahme ist der SV Wehen Wiesbaden entfernt. Das Team von Trainer Nils Döring behielt 4:0 bei Kickers Offenbach, Meisterschaftsanwärter in der Regionalliga Südwest, die Oberhand. Ebenfalls in der Runde der verbliebenen vier Teams stehen der FC Hansa Rostock (1:0 beim Greifswalder FC) im Verband Mecklenburg-Vorpommern sowie der FC Erzgebirge Aue (2:0 beim Chemnitzer FC) in Sachsen.

Für ein Trio stand in dieser Länderspielpause kein Pflichtspiel auf dem Programm. Hoffnung auf die erste Runde im DFB-Pokal können sich Alemannia Aachen, der FC Viktoria Köln und der VfL Osnabrück dennoch machen. Während die Osnabrücker im Niedersachsenpokal für Dritt- und Regionalligisten bereits als Finalist feststehen und am 24. Mai an der heimischen Bremer Brücke auf den Nord-Regionalligisten TuS Blau-Weiß Lohne treffen werden, steht den beiden Klubs vom Mittelrhein das Halbfinale noch bevor. Aachen ist am Mittwoch, 16. April, ab 19 Uhr, bei Fortuna Köln (Regionalliga West) gefordert. Die Viktoria muss gleichzeitig beim Mittelrheinligisten FC Teutonia Weiden antreten.

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Kategorien: 3. Liga, DFB-Pokal

Autor: mspw