Männer-Nationalmannschaft
Rüdiger: "Wir müssen gewappnet sein"

Der Start geglückt, die zweite Aufgabe wartet. Vor dem zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko am Samstag (ab 22 Uhr MESZ, live im ZDF und bei MagentaTV) gegen die Elfenbeinküste in Toronto spricht Innenverteidiger Antonio Rüdiger in der Pressekonferenz im Medienzentrum in Winston-Salem über die Stimmung im Team und die Herangehensweise gegen den nächsten Gegner.
Antonio Rüdiger über...
...die Stimmung im Team: Es herrscht eine sehr gute Stimmung, auch schon vor dem ersten Spiel, sowohl in Chicago, als auch in Herzogenaurach. Es sind sehr gute Jungs dabei, die Jungen helfen einem jünger zu bleiben. (lacht) Es ist ein sehr guter Mix und es freut mich, Teil dieser Mannschaft zu sein.
...seine Rolle: Keiner sitzt gerne auf der Bank, aber in der Nationalmannschaft ist es etwas Anderes, als im Verein. Wir haben ein Ziel und wenn man von außen Input geben kann, ist das umso besser.
...die Elfenbeinküste: Es stechen Spieler hervor, wie Yan Diomande, Nicolas Pépé und Amad Diallo. Das sind schon D-Züge. Sie lieben das Eins-gegen-Eins und das schnelle Konterspiel. Auch was das Klima angeht, sind sie das gewohnt, in solchen Verhältnissen zu spielen. Wir müssen gewappnet sein. Alles kann man sicher nicht vermeiden, aber wir werden unser Bestes tun. Ich gehe davon aus, dass wir viel Ballbesitz haben werden, aber es ist wichtig, sich gut in der Restverteidigung zu positionieren. Wir werden Fehler machen, aber wenn wir gut positioniert sind, können wir schneller wieder Ballgewinne haben.
...Kritik: Ich respektiere Meinungen und bin selbst kein Kind von Traurigkeit. Ich habe viele Interviews gegeben und nehme seriöse Meinungen ernst. Es gibt nicht viel Richtung der Kritiker zu sagen, seriöse Kritik ist bei mir immer willkommen.
...die erste WM-Woche: Generell ist es sehr heiß, aber ich muss sagen, die Teams hier geben schon Gas. Man darf unser Spiel nicht überbewerten, aber trotzdem hat man gegen vermeintlich einfache Gegner mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Sie sind 100 Prozent motiviert und wir müssen das matchen, um nicht in Probleme zu kommen.
...Erfolgserlebnisse für viele Spieler: Das spricht für uns, dass ein Deniz Undav von der Bank kommt und drei Scorer macht. Das zeigt, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind.
...Jonathan Tah: Was Jona in den letzten zwei, drei Jahren für einen Sprung gemacht hat, nötigt mir sehr viel Respekt ab. Auch die Saison bei den Bayern war überragend. Er ist der neue Chef. Das Verhältnis war schon immer gut, wir spielen seit 2016 zusammen. Es ist immer sehr harmonisch und respektvoll. Wenn ich als Stürmer gegen Jona spielen müsste, wäre das schon hart, allein schon von der Physis her. Er ist sehr sauber im Zweikampf.
...Nico Schlotterbeck: Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Er war bei den Standards immer eine Gefahr, auch in den Zweikämpfen war er sehr bissig, sehr gut dran. Hervorheben muss man auch seinen Spielaufbau, sein linker Fuß ist Gold wert.
...die mögliche vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde: Der Druck war größer im ersten Spiel, denn vorher haben wir zweimal bei einer WM die ersten Spiele nicht gewinnen können. Da ist eine Last abgefallen und auch die Art und Weise war wichtig. Für uns ist immer der nächste Schritt, der nächste Gegner, wichtig. Wir wollen gewinnen und uns frühzeitig qualifizieren, absolut.
Kategorien: Männer-Nationalmannschaft, WM 2026
Autor: dfb

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