RL Nord: Spannendes Fernduell um die Meisterschaft

Spannend, spannender, Regionalliga Nord! Erst am 34. und letzten Spieltag entscheidet sich heute (ab 14 Uhr) die Meisterschaft im Norden. Im Fernduell zwischen dem Spitzenreiter VfL Wolfsburg II (71 Punkte) und dem ärgsten Verfolger SV Werder Bremen (70 Zähler) läuft es auf ein Herzschlagfinale hinaus. Gesucht wird dabei auch der letzte der insgesamt sechs Relegationsteilnehmer, die nach der Saison um den Aufstieg in die 3. Liga spielen. Auf den Nord-Meister wartet dabei am 28. Mai und 1. Juni die SG Sonnenhof Großaspach aus der Regionalliga Südwest.

Im Titelzweikampf hält Wolfsburg im heimischen VfL-Stadion am Elsterweg gegen die U 23 des Hamburger SV, die den Klassenverbleib bereits sicher hat, alle Trümpfe in der Hand und kann sich nun mit dem 23. Saisonsieg aus eigener Kraft die Krone aufsetzen. "Wir freuen uns sehr auf das Finale, das wir uns über die gesamte Saison hart erarbeitet haben", sagt VfL-Trainer Valerien Ismael, der wieder auf den erfahrenen Winterzugang Bastian Schulz (Gelbsperre abgelaufen) bauen kann.

Nach der Winterpause holten Ismaels "Wölfe" auf eigenem Platz 16 von 18 möglichen Punkten. Im Hinspiel rang die HSV-Reserve, die letztmals von Rodolfo Cardoso betreut wird, dem Titelfavoriten allerdings ein 3:3 ab. Ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage würde Wolfsburg (82:26 Tore) auf Grund der erheblichen besseren Tordifferenz gegenüber Bremen (67:42) aber nur dann zur Meisterschaft reichen, wenn der Verfolger gleichzeitig gegen Eintracht Norderstedt nicht gewinnt.

Werder-Kapitän Bruns: "Fühlen uns in der Rolle des Jägers wohl"

Ausgerechnet dem Erzrivalen aus Hamburg wird die Werder-Reserve kräftig die Daumen drücken, muss sich aber zunächst auch erst einmal selbst gegen den Tabellenachten Eintracht Norderstedt durchsetzen. Dabei kommt es zum Duell der besten Restrundenmannschaft (40 Punkte aus 16 Partien) und dem stärksten Aufsteiger. "Unsere Jungs sind sehr ehrgeizig, doch im Training herrscht auch die nötige Lockerheit. Außerdem liegt der große Druck bei den Wolfsburgern, die den Aufstieg in die 3. Liga zum Ziel erklärt haben. Wir fühlen uns in der Rolle des Jägers wohl und hoffen auf das ganze große Ding", sagt Werder-Kapitän Florian Bruns im Gespräch mit DFB.de.

Kurios: Sollten die Grün-Weißen die Wolfsburger am letzten Spieltag noch abfangen, dann wäre die Werder-Reserve zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison an der Tabellenspitze. Trainer Viktor Skripnik: "Das wird ein wunderbarer letzter Spieltag. Wenn der VfL doch noch ausrutschen sollte, wollen wir da sein." Der Ex-Profi hofft auf einen Einsatz des zuletzt angeschlagenen Mittelfeldspielers Predrag Stevanovic (Wadenzerrung).

Youness Buduar fehlt Wilhelmshaven im "Endspiel"

Spannung kommt kurz vor dem Saisonabschluss auch im unteren Tabellendrittel noch einmal auf. Der SV Wilhelmshaven (30 Punkte), der den ersten Abstiegsplatz belegt, erzwang durch ein 2:0 beim direkten Konkurrenten VfR Neumünster (33) in der Vorwoche noch eine kleine Chance auf den sportlichen Klassenverbleib. Dafür muss jetzt aber auch ein weiterer Sieg im "Endspiel" ab 14 Uhr vor eigenem Publikum gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 her.



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Spannend, spannender, Regionalliga Nord! Erst am 34. und letzten Spieltag entscheidet sich heute (ab 14 Uhr) die Meisterschaft im Norden. Im Fernduell zwischen dem Spitzenreiter VfL Wolfsburg II (71 Punkte) und dem ärgsten Verfolger SV Werder Bremen (70 Zähler) läuft es auf ein Herzschlagfinale hinaus. Gesucht wird dabei auch der letzte der insgesamt sechs Relegationsteilnehmer, die nach der Saison um den Aufstieg in die 3. Liga spielen. Auf den Nord-Meister wartet dabei am 28. Mai und 1. Juni die SG Sonnenhof Großaspach aus der Regionalliga Südwest.

Im Titelzweikampf hält Wolfsburg im heimischen VfL-Stadion am Elsterweg gegen die U 23 des Hamburger SV, die den Klassenverbleib bereits sicher hat, alle Trümpfe in der Hand und kann sich nun mit dem 23. Saisonsieg aus eigener Kraft die Krone aufsetzen. "Wir freuen uns sehr auf das Finale, das wir uns über die gesamte Saison hart erarbeitet haben", sagt VfL-Trainer Valerien Ismael, der wieder auf den erfahrenen Winterzugang Bastian Schulz (Gelbsperre abgelaufen) bauen kann.

Nach der Winterpause holten Ismaels "Wölfe" auf eigenem Platz 16 von 18 möglichen Punkten. Im Hinspiel rang die HSV-Reserve, die letztmals von Rodolfo Cardoso betreut wird, dem Titelfavoriten allerdings ein 3:3 ab. Ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage würde Wolfsburg (82:26 Tore) auf Grund der erheblichen besseren Tordifferenz gegenüber Bremen (67:42) aber nur dann zur Meisterschaft reichen, wenn der Verfolger gleichzeitig gegen Eintracht Norderstedt nicht gewinnt.

Werder-Kapitän Bruns: "Fühlen uns in der Rolle des Jägers wohl"

Ausgerechnet dem Erzrivalen aus Hamburg wird die Werder-Reserve kräftig die Daumen drücken, muss sich aber zunächst auch erst einmal selbst gegen den Tabellenachten Eintracht Norderstedt durchsetzen. Dabei kommt es zum Duell der besten Restrundenmannschaft (40 Punkte aus 16 Partien) und dem stärksten Aufsteiger. "Unsere Jungs sind sehr ehrgeizig, doch im Training herrscht auch die nötige Lockerheit. Außerdem liegt der große Druck bei den Wolfsburgern, die den Aufstieg in die 3. Liga zum Ziel erklärt haben. Wir fühlen uns in der Rolle des Jägers wohl und hoffen auf das ganze große Ding", sagt Werder-Kapitän Florian Bruns im Gespräch mit DFB.de.

Kurios: Sollten die Grün-Weißen die Wolfsburger am letzten Spieltag noch abfangen, dann wäre die Werder-Reserve zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison an der Tabellenspitze. Trainer Viktor Skripnik: "Das wird ein wunderbarer letzter Spieltag. Wenn der VfL doch noch ausrutschen sollte, wollen wir da sein." Der Ex-Profi hofft auf einen Einsatz des zuletzt angeschlagenen Mittelfeldspielers Predrag Stevanovic (Wadenzerrung).

Youness Buduar fehlt Wilhelmshaven im "Endspiel"

Spannung kommt kurz vor dem Saisonabschluss auch im unteren Tabellendrittel noch einmal auf. Der SV Wilhelmshaven (30 Punkte), der den ersten Abstiegsplatz belegt, erzwang durch ein 2:0 beim direkten Konkurrenten VfR Neumünster (33) in der Vorwoche noch eine kleine Chance auf den sportlichen Klassenverbleib. Dafür muss jetzt aber auch ein weiterer Sieg im "Endspiel" ab 14 Uhr vor eigenem Publikum gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 her.

Denn nur bei einem eigenen Dreier und bei einer gleichzeitigen Niederlage von Neumünster (bei Eintracht Braunschweig II) könnte die Mannschaft von Wilhelmshavens Trainer Farat Toku durch die dann bessere Tordifferenz gegenüber dem VfR noch den Sprung auf den 15. Tabellenplatz und damit zumindest die sportliche Rettung schaffen. Allerdings wurde der SVW vom Fußball-Weltverband FIFA wegen einer nicht gezahlten Ausbildungsentschädigung für den Ex-Spieler Sergio Sagarzazu zum Zwangsabstieg verurteilt. Gegen diese Entscheidung ging der Verein bisher vergeblich gerichtlich vor.

Mittelfeldspieler Youness Buduar, der am vergangenen Wochenende einen Treffer erzielt und die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, steht dem SV Wilhelmshaven im entscheidenden Spiel nicht zur Verfügung. Auf Seiten der 96-Reserve fallen mit Roman Prokoph (Gelb-Rot-Sperre) und Ronny Surma (fünfte Gelbe Karte) zwei Routiniers aus.

Entsprechend ist die Ausgangslage für Neumünster klar. Um ein mögliches Zittern um den Klassenverbleib nach dem Saisonende zu vermeiden, muss für die Mannschaft von VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher beim bereits geretteten Neuling Eintracht Braunschweig II mindestens ein Unentschieden erreichen.

Rechtsverteidiger Gentian Durak kehrt nach verbüßter Gelbsperre in den Kader der Liga-Weißen zurück. Die "Löwen" von Trainer Henning Bürger gehen mit zwei Niederlagen hintereinander im Rücken und ohne Angreifer Mario Petry (Rotsperre) in die Begegnung. Im Hinspiel kam die Eintracht-Reserve nach einem Rückstand zu einem 1:1.

Eichede und Victoria Hamburg suchen die Hintertür

Als neuer Tabellenletzter startet der SC Victoria Hamburg in das Saisonfinale und tritt ab 14 Uhr gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden an. Mit Abwehrspieler Noel Below (nach Gelb-Roter Karte) streben die Hansestädter den ersten Sieg seit sieben Runden an. Zwar steht die Mannschaft von SCV-Trainer Lutz Göttling ebenso wie der punktgleiche Tabellenvorletzte SV Eichede (jeweils 23 Zähler) als sportlicher Absteiger fest. Dennoch dürfen beide Mannschaften noch auf eine Rettung hoffen, wenn der Nordmeister den Sprung in die 3. Liga schafft und es gleichzeitig beim Zwangsabstieg des SV Wilhelmshaven bleibt. Dann wäre nämlich noch ein Platz in der Regionalliga Nord frei.

Für den SV Eichede, der durch einen Last-Minute-Sieg gegen Eintracht Braunschweig II (1:0) eine lange Durststrecke von 22 aufeinanderfolgenden Begegnungen ohne Dreier beendet hatte, geht es gegen den VfB Oldenburg darum, seinen möglicherweise noch rettenden 17. Tabellenplatz mit einem weiteren Erfolgserlebnis zu verteidigen. Dank der im Vergleich zu Victoria Hamburg um 18 Treffer besseren Tordifferenz ist der von Oliver Zapel trainierte SVE leicht im Vorteil.

Die Gastgeber aus Oldenburg streben im letzten Spiel unter der Regie von Trainer Alexander Nouri (Nachfolger wird Kristian Arambasic von der SG Aumund-Vegesack) ihren elften Heimsieg an und hätten damit den dritten Rang sicher.

Dreikampf um Platz drei - Meppen und Goslar hoffen

In das Rennen um Platz drei können auch der SV Meppen und der Goslarer SC am letzten Spieltag noch eingreifen. Die Mannschaft von SVM-Trainer Christian Neidhart weist nach dem 1:0 in Oldenburg am vergangenen Wochenende einen Punkt Rückstand auf den VfB auf und will nun beim ETSV Weiche Flensburg (ab 14 Uhr) den fünften Sieg hintereinander einfahren. Der gelbgesperrte Außenverteidiger Sergej Schmik, der zur neuen Saison zum KSV Hessen Kassel in die Regionalliga Südwest wechseln wird, verpasst den letzten Saisonauftritt der Emsländer. Flensburg ist seit acht Runden ohne Niederlage und möchte sich für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren.

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Auf eine Niederlage von Oldenburg und einen Punktverlust des SV Meppen ist derweil der Goslarer SC angewiesen, um bei aktuell zwei Zählern Rückstand selbst noch auf Rang drei zu springen. Allerdings muss der von Mario Block trainierte GSC beim TSV Havelse, vor eigenem Publikum seit neun Runden unbesiegt, eine knifflige Aufgabe lösen. "Havelse stellt nicht umsonst die beste Heimmannschaft der Liga. Wir wollen uns ordentlich verabschieden und in der Tabelle vorrücken. Der aktuelle fünfte Platz entspricht eigentlich nicht dem, was die Mannschaft in dieser Saison geleistet hat", so Block auf DFB.de.

Seine Heimstärke stellt der TSV Havelse auch unter der Woche im Testspiel gegen den Bundesligisten Hannover 96 (3:3) unter Beweis. Mittelfeldspieler Torben Deppe, der im Hannover-Spiel getroffen und seine Gelbsperre abgesessen hat, darf wieder auflaufen.

Der BV Cloppenburg verabschiedet sich mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli II aus der Saison 2013/2014. Beide Mannschaften schafften frühzeitig den Klassenverbleib und können ohne Druck in den Endspurt gehen. Im Jahr 2014 wartet der BVC allerdings noch auf seinen ersten Sieg vor eigenem Publikum. Gelingt gegen St. Paulis Reserve die Trendwende, dann würden die Cloppenburger die Hamburger überholen und damit auf jeden Fall den zwölften Tabellenrang aus der vergangenen Spielzeit verbessern.

Für die Mannschaft von Gäste-Trainer Thomas Meggle, die zuletzt zwei Niederlagen hintereinander einstecken musste, ist im besten Fall sogar noch der Sprung auf einen einstelligen Rang möglich.