Bayern-Frauen wollen Stadion zur Festung machen

Bayer-Trainer Thomas Obliers: "Den Schwung mitnehmen"

Im ersten Bundesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte des BV Cloppenburg am Sonntag (ab 14 Uhr) wartet mit Bayer 04 Leverkusen eine hohe Hürde auf den Aufsteiger. Der Tabellenachte der Vorsaison hatte sich durch ein 3:0-Heimsieg gegen den FCR 2001 Duisburg die erste Tabellenführung gesichert. "Wir hatten in der ersten Halbzeit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Die Art und Weise, wie meine Mannschaft Druck ausgeübt hat, war schon beeindruckend. Es ist nun wichtig, den Schwung mitzunehmen", so Leverkusens Trainer Thomas Obliers.

Der BVC bewies zum Saisonauftakt allerdings Nehmerqualitäten und kam bei der SGS Essen (3:3) trotz eines 1:3-Rückstandes in der Schlussphase noch einmal zurück. BVC-Trainer Tanja Schulte hofft nun auf weitere Treffer der neu verpflichteten Vanessa Bernauer, die im DFB-Pokal beim 1. FFC Fortuna Dresden-Rähnitz (4:0) und zum Liga-Auftakt in Essen insgesamt schon drei Tore erzielte.

Eine Premiere gibt es in der Begegnung zwischen dem FCR 2001 Duisburg und Neuling 1899 Hoffenheim. Erstmals stehen sich beide Mannschaften in einem Ligaspiel gegenüber. "Wir stehen in unserem ersten Heimspiel direkt schwer unter Druck", sagt FCR-Spielführerin Jennifer Oster nach der 0:3-Auftaktniederlage in Leverkusen. Neben dem Spiel verloren die "Löwinnen" auch noch Mittelfeldspielerin Daria Streng durch einen Kreuzbandriss. Dazu laboriert die italienische Nationalspielerin Laura Neboli an einer Bänderverletzung.

1899-Verteidigerin Leonie Pankratz erwartet nach dem Last-Minute-Sieg des Aufsteigers gegen den VfL Sindelfingen (1:0) in Duisburg ein komplett anderes Spiel: "Der FCR wird selbst die Initiative ergreifen und mitspielen. Es ist wichtig, sich darauf einzustellen und die dadurch entstehenden Räume konsequent zu nutzen."

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Eine ganz besondere Heimpremiere erwartet den FC Bayern München heute (ab 12 Uhr) in der Frauen-Bundesliga. Am zweiten Spieltag in der "Liga der Europameisterinnen" ziehen die Münchnerinnen nach sieben Jahren im Sportpark Aschheim in das traditionsreiche Stadion an der Grünwalder Straße um. Die dortige Premiere der Bayern-Frauen gegen den SC Freiburg wird live auf Eurosport sowie auf DFB-TV übertragen. In der frisch renovierten Spielstätte (Kapazität 12.500 Plätze) tragen auch die Regionalliga-Mannschaften des FC Bayern und TSV 1860 München ihre Heimspiele aus.

Vor der Partie eröffnet Münchens Sport-Bürgermeisterin Christine Strobl das Stadion mit einem symbolischen Anstoß. Ihren Besuch haben auch Bundestrainerin Silvia Neid, Hannelore Ratzeburg (DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball) sowie Dr. Rainer Koch (DFB-Vize und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes) angekündigt.

Auch bei Bayern-Torhüterin und Spielführerinnen Kathrin Längert, die mit ihrer Mannschaft dem Triple-Sieger VfL Wolfsburg zum Saisonstart (1:1) auswärts ein Remis abgerungen hatte, ist die Vorfreude groß. "Wir freuen uns alle wahnsinnig darauf, nur noch einen Steinwurf von der Säbener Straße entfernt zu spielen. Wir wollen mit einem Heimsieg starten und das Stadion zu einer Festung machen", betont die 26-Jährige vor dem Aufeinandertreffen des Tabellenvierten mit dem Fünften der Vorsaison.

Sehrig: "Überlegen, wie wir anders ins Rollen kommen"

Schon in der vergangenen Spielzeit konnte sich die Mannschaft von Bayern-Trainer Thomas Wörle auf ihre Heimstärke verlassen. Neun von insgesamt elf Partien wurden gewonnen. Die einzige Niederlage vor eigenem Publikum gab es in der abgelaufenen Saison ausgerechnet beim 0:2 gegen Freiburg im November 2012. Mit ihrem neuen Trainer Dietmar Sehrig legten die Breisgauerinnen gegen den 1. FFC Frankfurt (0:2) keinen guten Start hin. "Wir müssen überlegen, wie wir anders ins Rollen kommen. In München erwarte ich einen heißen Tanz", so der 51-Jährige.

Umbauen muss Sehrig seine Mannschaft nach dem Ausfall von Jenista Clark, die sich im Frankfurt-Spiel eine Muskelverletzung zugezogen hatte, in der Innenverteidigung. Auf Seiten der Gastgeberinnen aus München fallen weiterhin Katja Schroffenegger (Kreuzbanriss), Valeria Kleiner, Franziska Jaser, Ivana Rudelic und Gina Lewandowski (alle Reha) aus.

1. FFC Frankfurt: Zuhause eine Macht werden

Bundesliga-Rekordmeister und Titelanwärter 1. FFC Frankfurt ist im ersten Heimspiel nach der Sommerpause am Sonntag (ab 11 Uhr) gegen die SGS Essen gefordert. Vor dem Anstoß wird der FFC-Vorstand die Europameisterinnen Fatmire Bajramaj, Saskia Bartusiak, Melanie Behringer, Svenja Huth, Simone Laudehr, Dzsenifer Marozsán, Celia Sasic und Bianca Schmidt ehren. Als Gäste haben sich unter anderem FIFA-Exekutivmitglied Dr. Theo Zwanziger und der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank angesagt.

Nach dem geglückten Einstand des neuen Frankfurter Trainers Colin Bell beim SC Freiburg (2:0) soll die gute Frühform nun erneut unter Beweis gestellt werden. "Wir möchten den positiven Gesamteindruck aus dem Freiburg-Spiel bestätigten. Unser Ziel für die gesamte Spielzeit ist es, im Stadion am Brentanobad eine Macht zu werden und Dominanz auszuüben, ohne dabei die taktische Disziplin zu vernachlässigen. Denn mit Essen treffen wir ebenfalls auf eine offensivstarke Mannschaft, die jede Abwehr in der Liga vor Probleme stellen kann", sagt Bell.

Den Punktgewinn beim torreichen Remis gegen Aufsteiger BV Cloppenburg (3:3) in der Vorwoche mussten die SGS allerdings teuer bezahlen. Rechtsverteidigerin Ina Mester erlitt eine Gehirnerschütterung mit einem Schleudertrauma und muss nun aussetzen.

Turbine-Trainer Schröder setzt auf volle Offensive

Klar verteilt ist die Favoritenrolle, wenn der VfL Sindelfingen ebenfalls am Sonntag (ab 11 Uhr) den Vizemeister und Champions League-Teilnehmer 1. FFC Turbine Potsdam herausfordert. Zum Start (1:1 gegen den FF USA Jena) präsentierten sich die "Torbienen" allerdings noch nicht in Bestform. "Wir standen in der ersten Halbzeit gar nicht auf dem Platz. Die Mannschaft dachte wohl, nach dem ersten Angriff läuft das Spiel von alleine", fordert Potsdams Trainer-Routinier Bernd Schröder eine deutliche Steigerung und kündigte eine offensive Ausrichtung mit drei Stürmerinnen an.

Mit Ausnahme der verletzten norwegischen Nationalspielerin Ada Hegerberg kann der 71-Jährige auf seinen gesamten Kader vertrauen. Die Gastgeberinnen aus Baden-Württemberg schrammten mit ihrer verjüngten Mannschaft in der Vorwoche (0:1 bei 1899 Hoffenheim) knapp an einem Punktgewinn vorbei. Der entscheidende Gegentreffer fiel erst in letzter Minute. VfL-Trainer Niko Koutroubis: "Wir werden das Spiel gegen Potsdam ähnlich angehen wie in Hoffenheim. Vielleicht gelingt es uns, die Konter besser auszuspielen."

Triple-Sieger Wolfsburg strebt in Jena ersten Sieg an

Triple-Sieger VfL Wolfsburg überlässt für das erste Auswärtsspiel beim FF USV Jena am Sonntag (ab 14 Uhr) nichts dem Zufall. Für das Gastspiel in Thüringen reisten die "Wölfinnen" bereits einen Tag vor der Begegnung an und haben ihren ersten Dreier fest im Blick. "Beim 1:1 gegen den FC Bayern München fehlten uns noch ein paar Prozent. Durch die große Kulisse waren die Spielerinnen ein wenig abgelenkt. Nun müssen wir das Kollektiv des Gegners knacken und die drei Punkte holen", betont VfL-Trainer Ralf Kellermann, der lange Zeit auf Nachwuchs-Abwehrspieler Johanna Tietge (Kreuzbandriss) verzichten muss.

Jena geht nach dem Punktgewinn bei Meisterschaftsanwärter Turbine Potsdam (1:1) selbstbewusst in die schwere Heimaufgabe gegen den Triple-Sieger. Von den bisherigen zehn Duellen mit dem VfL konnten die von Daniel Kraus trainierten Thüringerinnen allerdings nur eine gewinnen (2:1-Auswärtssieg im März 2011).

Bayer-Trainer Thomas Obliers: "Den Schwung mitnehmen"

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Im ersten Bundesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte des BV Cloppenburg am Sonntag (ab 14 Uhr) wartet mit Bayer 04 Leverkusen eine hohe Hürde auf den Aufsteiger. Der Tabellenachte der Vorsaison hatte sich durch ein 3:0-Heimsieg gegen den FCR 2001 Duisburg die erste Tabellenführung gesichert. "Wir hatten in der ersten Halbzeit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Die Art und Weise, wie meine Mannschaft Druck ausgeübt hat, war schon beeindruckend. Es ist nun wichtig, den Schwung mitzunehmen", so Leverkusens Trainer Thomas Obliers.

Der BVC bewies zum Saisonauftakt allerdings Nehmerqualitäten und kam bei der SGS Essen (3:3) trotz eines 1:3-Rückstandes in der Schlussphase noch einmal zurück. BVC-Trainer Tanja Schulte hofft nun auf weitere Treffer der neu verpflichteten Vanessa Bernauer, die im DFB-Pokal beim 1. FFC Fortuna Dresden-Rähnitz (4:0) und zum Liga-Auftakt in Essen insgesamt schon drei Tore erzielte.

Eine Premiere gibt es in der Begegnung zwischen dem FCR 2001 Duisburg und Neuling 1899 Hoffenheim. Erstmals stehen sich beide Mannschaften in einem Ligaspiel gegenüber. "Wir stehen in unserem ersten Heimspiel direkt schwer unter Druck", sagt FCR-Spielführerin Jennifer Oster nach der 0:3-Auftaktniederlage in Leverkusen. Neben dem Spiel verloren die "Löwinnen" auch noch Mittelfeldspielerin Daria Streng durch einen Kreuzbandriss. Dazu laboriert die italienische Nationalspielerin Laura Neboli an einer Bänderverletzung.

1899-Verteidigerin Leonie Pankratz erwartet nach dem Last-Minute-Sieg des Aufsteigers gegen den VfL Sindelfingen (1:0) in Duisburg ein komplett anderes Spiel: "Der FCR wird selbst die Initiative ergreifen und mitspielen. Es ist wichtig, sich darauf einzustellen und die dadurch entstehenden Räume konsequent zu nutzen."