DFB-Pokal

Über Leverkusen ins Finale: Bielefelds Pokalmärchen geht weiter

01.04.2025
Pokalschreck im Finale: Drittligist Bielefeld schaltet Leverkusen aus Foto: Getty Images

Arminia Bielefeld hat für eine echte Pokalsensation gesorgt und steht erstmals im DFB-Pokalfinale. Der Drittligist schaltete auf der ausverkauften Bielefelder Alm im ersten Halbfinale Titelverteidiger Bayer Leverkusen nach beherztem Auftritt mit 2:1 (2:1) aus. Jonathan Tah (17.) brachte Bayer zwar in Führung, doch Marius Wörl (20.) und Maximilian Großer (45.+3) machten den Sieg des Außenseiters noch vor der Pause perfekt. Der Gegner im Endspiel im Berliner Olympiastadion wird am Mittwoch (ab 20.45 Uhr, live im ZDF und bei Sky) zwischen den Bundesligisten VfB Stuttgart und RB Leipzig ermittelt.

Von Beginn an hatte der Bundesligazweite deutlich mehr Ballbesitz, tat sich aber gegen die hoch pressende Arminia schwer, in Abschlusspositionen zu kommen. Bielefeld suchte seinerseits immer wieder schnelle Umschaltsituationen. Doch gleich die erste Leverkusener Chance saß: Nach einer Ecke brachte Amin Adli den Ball per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Tah aus kurzer Distanz abstaubte.

Wörl gleicht aus, Großer dreht das Spiel

Die Arminia aber zeigte sich nicht geschockt und schlug fast postwendend zurück, als Wörl eine Hereingabe von Louis Oppie per Schlenzer im langen Eck unterbrachte. Und wenig später hatte Noah Sarenren Bazee nach einem Steilpass gar das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Keeper Lukas Hradecky (26.).

Leverkusen tat sich weiter enorm schwer, gegen die aggressiv spielenden Ostwestfalen das gewohnte Kombinationsspiel aufzuziehen und lief sich regelmäßig in der Bielefelder Defensive fest. So schien es mit einem leistungsgerechten Remis in die Halbzeit zu gehen, doch fast mit dem Pausenpfiff grätschte Großer Oppies Freistoßflanke artistisch zum 2:1 für die Arminia unter die Latte.

Leverkusen findet keine Mittel

Bielefeld blieb auch in der zweiten Hälfte mutig, hielt den Bundesligisten mit hoher Laufbereitschaft weiter erfolgreich vom eigenen Tor weg und bewegte sich zielstrebiger in Richtung gegnerisches Tor. So verzog Joel Grodowski in der 69. Minute freistehend aus zehn Metern.

Auf der Gegenseite sorgte ein Kopfball von Victor Boniface für erste Gefahr, den Torwart Jonas Kersken aus dem Eck kratzte (72.). Nach der folgenden Ecke wurde der Distanzschuss von Robert Andrich im letzten Moment geblockt. Wenig später verpasste Bayer den Ausgleich haarscharf, als Patrik Schick an den Außenpfosten köpfte (81.). Mehr wollte dem Favoriten bis zum Schlusspfiff nicht mehr gelingen.

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Kategorien: DFB-Pokal

Autor: sid/js