Auf den Spuren von Julius Hirsch

DEPORTATION NACH AUSCHWITZ | DÜSSELDORF/ESSEN | 47 „ ALS ICH ALLEINE NICHT MEHR WEITERWUSSTE, GING ICH IN DEN KRANKENBAU [KB], MICH EINEM ARZT ZEIGEND. DIESER KB WAR EIGENTLICH NUR DAZU DA, DEN IG FARBEN GEGENÜBER ZU ERKLÄREN, DASS MEDIZINISCHE HILFE IM LAGER NICHT VERSAGT WIRD. DIE WAHRHEIT ABER WAR, DASS HIER EIN VORSORTIERENDER SAMMELPLATZ GESCHAFFEN WAR, EIN ALS-OB DER NÄCHSTENLIEBE, WELCHES LEDIGLICH DER EINFACHEREN HANDHABE DER SELEKTIONEN DIENTE. DIE ÄRZTE, SELBST HÄFTLINGE, HATTEN KAUM HILFSMITTEL; ICH ERINNERE MICH AN PAPIERNE BANDAGEN, DIE NICHT HIELTEN, AN SCHNITTE IN MEINE PESTBEULEN, DIE OHNE JEDE BETÄU- BUNG GEMACHT WERDEN MUSSTEN. DIE KUNST DER ÄRZTE, MIT SO GUT WIE KEINEN MITTELN HILFE ZU LEISTEN, WAR ENORM. ICH SCHIEN CHANCENLOS. [...] MIT MEINEM KOMMANDO WAR ICH NICHT MEHR ZUR ARBEIT AUSGERÜCKT, HATTE NUR AUF DEN LKW ZU WARTEN, DER MICH UND DIE ANDEREN SELEKTIERTEN NACH BIRKENAU IN DIE GASKAMMER BRINGT. NEIN, SO KANN MEIN ENDE NICHT SEIN, DACHTE ICH IMMER IM KREISE. “ IMO MOSZKOWICZ ÜBER AUSCHWITZ-MONOWITZ IN SEINEM BUCH „DER GRAUENDE MORGEN“.

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