Gardawski: "Schritt zum MSV nicht einen Tag bereut"

Der jüngste Aufschwung beim MSV Duisburg in der 3. Liga - fünf Spiele ohne Niederlage, 394 Minuten ohne Gegentor, nur noch ein Punkt Rückstand auf Platz vier - ist eng mit seinem Namen verknüpft. Seitdem sich der frühere Juniorennationalspieler Michael Gardawski nach einer monatelangen Verletzungspause zurückgemeldet hat, läuft es bei den "Zebras" wieder. Dabei steuerte der 23-Jährige zu den Auswärtssiegen in Rostock (1:0) und Saarbrücken (2:0) auch jeweils entscheidende Tore bei.

Der verdiente Lohn: Nach der Auszeichnung als Spieler des 30. Spieltags bekam Michael Gardawski jetzt auch bei der Wahl von DFB.de und FUSSBALL.de zum Spieler des Monats März mit 1365 von insgesamt 2696 abgegeben Stimmen die absolute Mehrheit von über 50 Prozent. Platz zwei belegte Massimo Ornatelli vom VfL Osnabrück (698) vor Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer, für den 239 Teilnehmer abstimmten.

Im aktuellen DFB.de-Interview spricht der gebürtige Kölner Gardawski über die persönliche Auszeichnung, seine bisherige Zeit in Duisburg, seine rheinische Herkunft und die große Bedeutung des heutigen Niederrheinpokal-Derbys vor mehr als 20.000 Zuschauern beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen.

DFB.de: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Wahl als Spieler des Monats März, Herr Gardawski! Nach Torhüter Kingsley Onuegbu und Torhüter Michael Ratajczak sind Sie bereits der dritte MSV-Profi in dieser Saison, der von den Fans gewählt wurde. Was bedeutet Ihnen eine solche persönliche Auszeichnung?

Michael Gardawski: Natürlich freue ich mich darüber. Aber noch mehr freue ich mich, dass wir zuletzt wieder gut gepunktet haben. Denn eine solche Auszeichnung ist vor allem auch eine Bestätigung der Leistung der ganzen Mannschaft. Und ich denke, das zeichnet uns in dieser Saison aus: dass wir als echtes Team auftreten.

DFB.de: Durch zwei Verletzungen waren Sie zum Ende der Hinserie und zu Beginn der Rückrunde zurückgeworfen worden, verpassten dadurch gleich neun Spiele. Ist die Wahl jetzt auch eine Belohnung für die harte Arbeit in der nicht leichten Rehaphase?

Gardawski: Ja! Vor allem die zweite Verletzung, als ich nach nur 45 Minuten auf dem Platz schon wieder in die Reha musste, war für mich keine leichte Zeit.

DFB.de: Das erste Spiel nach Ihrer Rückkehr ging in Darmstadt noch 0:1 verloren, seitdem jedoch zeigt die Formkurve des MSV deutlich nach oben. Aus fünf Partien gab es drei Siege und zwei Remis. Woran machen Sie den Aufschwung fest?

Gardawski: Wir haben ja auch in Darmstadt gut gespielt und am Ende in Unterzahl erst spät durch einen Strafstoß verloren. In den Begegnungen danach haben wir aber selbst getroffen und hinten noch weniger zugelassen.

DFB.de: Der Rückstand auf Platz vier, der am Saisonende die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeuten würde, beträgt nur noch einen Punkt. Der MSV hat aber auch im Niederrheinpokal die Chance, den Sprung in den "großen Lostopf" zu schaffen. Heute steht das mit Spannung erwartete Halbfinale vor ausverkauftem Haus beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen an. Rund 6000 Duisburger Fans werden die Mannschaft unterstützen. Welchen Stellenwert hat das Derby für Sie und Ihre Teamkollegen?

Gardawski: Da muss ich nicht viele Worte verlieren, das wissen bei uns alle. Beim Abschlusstraining am Montagabend hatten wir 500 Fans in Meiderich, das ist schon sensationell. Das Spiel ist wichtig für den Verein, für unsere Fans und natürlich auch für uns Spieler. Solche Partien willst du immer gewinnen. Und abgesehen von der Tatsache, dass es ein Derby mit 20.000 Zuschauern ist, bedeutet es für uns vor allem auch eine gute - und schnelle - Möglichkeit, uns für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

DFB.de: Wenn Sie nicht verletzt oder gesperrt waren, standen Sie bisher immer in der Startformation der "Zebras". Entsprechend ist Ihr Stellenwert bei Trainer Karsten Baumann. War der Wechsel nach Duisburg demnach der richtige Schritt?

Gardawski: Absolut, ich fühle mich hier sehr wohl und habe den Schritt noch nicht einen Tag bereut. Im Gegenteil, das war schon eine ganz besondere Situation im vergangenen Sommer. So etwas wie hier in Duisburg mitzuerleben und ein Teil dessen zu sein, das prägt. Ich bin dem MSV dankbar, dass er mir diese Chance gegeben hat.

DFB.de: Ihre bisherigen drei Saisontreffer bescherten dem MSV jeweils Auswärtssiege in Osnabrück, Rostock und Saarbrücken. Wann treffen Sie auch mal vor eigenem Publikum?

Gardawski: Das kann man sich ja nicht aussuchen. In der Liga ist mir ein Treffer zu Hause in der Schauinsland-Reisen-Arena leider noch nicht gelungen, nur im DFB-Pokal beim 2:3 gegen Paderborn. Aber der Tag wird schon noch kommen.

DFB.de: Sie sind gebürtiger Kölner, haben auch lange für den "Effzeh" gespielt. Würden Sie sich als rheinische Frohnatur beschreiben?

Gardawski: Doch, das würde ich so bestätigen. Ich bin in Köln geboren, spreche Kölsch - der Virus ist da.

DFB.de: Ihr Vertrag beim MSV gilt bis 2015. Für diese Saison ist der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga abgehakt. Greifen die "Zebras" in der kommenden Spielzeit wieder oben an?

Gardawski: Darüber werden wir uns im Sommer Gedanken machen. Jetzt wollen wir erst einmal diese Spielzeit erfolgreich zu Ende bringen.

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Der jüngste Aufschwung beim MSV Duisburg in der 3. Liga - fünf Spiele ohne Niederlage, 394 Minuten ohne Gegentor, nur noch ein Punkt Rückstand auf Platz vier - ist eng mit seinem Namen verknüpft. Seitdem sich der frühere Juniorennationalspieler Michael Gardawski nach einer monatelangen Verletzungspause zurückgemeldet hat, läuft es bei den "Zebras" wieder. Dabei steuerte der 23-Jährige zu den Auswärtssiegen in Rostock (1:0) und Saarbrücken (2:0) auch jeweils entscheidende Tore bei.

Der verdiente Lohn: Nach der Auszeichnung als Spieler des 30. Spieltags bekam Michael Gardawski jetzt auch bei der Wahl von DFB.de und FUSSBALL.de zum Spieler des Monats März mit 1365 von insgesamt 2696 abgegeben Stimmen die absolute Mehrheit von über 50 Prozent. Platz zwei belegte Massimo Ornatelli vom VfL Osnabrück (698) vor Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer, für den 239 Teilnehmer abstimmten.

Im aktuellen DFB.de-Interview spricht der gebürtige Kölner Gardawski über die persönliche Auszeichnung, seine bisherige Zeit in Duisburg, seine rheinische Herkunft und die große Bedeutung des heutigen Niederrheinpokal-Derbys vor mehr als 20.000 Zuschauern beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen.

DFB.de: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Wahl als Spieler des Monats März, Herr Gardawski! Nach Torhüter Kingsley Onuegbu und Torhüter Michael Ratajczak sind Sie bereits der dritte MSV-Profi in dieser Saison, der von den Fans gewählt wurde. Was bedeutet Ihnen eine solche persönliche Auszeichnung?

Michael Gardawski: Natürlich freue ich mich darüber. Aber noch mehr freue ich mich, dass wir zuletzt wieder gut gepunktet haben. Denn eine solche Auszeichnung ist vor allem auch eine Bestätigung der Leistung der ganzen Mannschaft. Und ich denke, das zeichnet uns in dieser Saison aus: dass wir als echtes Team auftreten.

DFB.de: Durch zwei Verletzungen waren Sie zum Ende der Hinserie und zu Beginn der Rückrunde zurückgeworfen worden, verpassten dadurch gleich neun Spiele. Ist die Wahl jetzt auch eine Belohnung für die harte Arbeit in der nicht leichten Rehaphase?

Gardawski: Ja! Vor allem die zweite Verletzung, als ich nach nur 45 Minuten auf dem Platz schon wieder in die Reha musste, war für mich keine leichte Zeit.

DFB.de: Das erste Spiel nach Ihrer Rückkehr ging in Darmstadt noch 0:1 verloren, seitdem jedoch zeigt die Formkurve des MSV deutlich nach oben. Aus fünf Partien gab es drei Siege und zwei Remis. Woran machen Sie den Aufschwung fest?

Gardawski: Wir haben ja auch in Darmstadt gut gespielt und am Ende in Unterzahl erst spät durch einen Strafstoß verloren. In den Begegnungen danach haben wir aber selbst getroffen und hinten noch weniger zugelassen.

DFB.de: Der Rückstand auf Platz vier, der am Saisonende die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeuten würde, beträgt nur noch einen Punkt. Der MSV hat aber auch im Niederrheinpokal die Chance, den Sprung in den "großen Lostopf" zu schaffen. Heute steht das mit Spannung erwartete Halbfinale vor ausverkauftem Haus beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen an. Rund 6000 Duisburger Fans werden die Mannschaft unterstützen. Welchen Stellenwert hat das Derby für Sie und Ihre Teamkollegen?

Gardawski: Da muss ich nicht viele Worte verlieren, das wissen bei uns alle. Beim Abschlusstraining am Montagabend hatten wir 500 Fans in Meiderich, das ist schon sensationell. Das Spiel ist wichtig für den Verein, für unsere Fans und natürlich auch für uns Spieler. Solche Partien willst du immer gewinnen. Und abgesehen von der Tatsache, dass es ein Derby mit 20.000 Zuschauern ist, bedeutet es für uns vor allem auch eine gute - und schnelle - Möglichkeit, uns für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

DFB.de: Wenn Sie nicht verletzt oder gesperrt waren, standen Sie bisher immer in der Startformation der "Zebras". Entsprechend ist Ihr Stellenwert bei Trainer Karsten Baumann. War der Wechsel nach Duisburg demnach der richtige Schritt?

Gardawski: Absolut, ich fühle mich hier sehr wohl und habe den Schritt noch nicht einen Tag bereut. Im Gegenteil, das war schon eine ganz besondere Situation im vergangenen Sommer. So etwas wie hier in Duisburg mitzuerleben und ein Teil dessen zu sein, das prägt. Ich bin dem MSV dankbar, dass er mir diese Chance gegeben hat.

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DFB.de: Ihre bisherigen drei Saisontreffer bescherten dem MSV jeweils Auswärtssiege in Osnabrück, Rostock und Saarbrücken. Wann treffen Sie auch mal vor eigenem Publikum?

Gardawski: Das kann man sich ja nicht aussuchen. In der Liga ist mir ein Treffer zu Hause in der Schauinsland-Reisen-Arena leider noch nicht gelungen, nur im DFB-Pokal beim 2:3 gegen Paderborn. Aber der Tag wird schon noch kommen.

DFB.de: Sie sind gebürtiger Kölner, haben auch lange für den "Effzeh" gespielt. Würden Sie sich als rheinische Frohnatur beschreiben?

Gardawski: Doch, das würde ich so bestätigen. Ich bin in Köln geboren, spreche Kölsch - der Virus ist da.

DFB.de: Ihr Vertrag beim MSV gilt bis 2015. Für diese Saison ist der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga abgehakt. Greifen die "Zebras" in der kommenden Spielzeit wieder oben an?

Gardawski: Darüber werden wir uns im Sommer Gedanken machen. Jetzt wollen wir erst einmal diese Spielzeit erfolgreich zu Ende bringen.